Gemeinnützige Werkstätten Oldenburg e.V.

  • Besuch aus Archangelsk

    Am Donnerstag besuchte eine kleine Delegation aus Archangelsk, einer Hafenstadt in Nordrussland, die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V.


    Foto: GWO

    Ursprünglicher Anlass des Besuchs war ein Austausch mit der deutschen Partnerstadt Emden. In regelmäßigen Abständen tauschen die beiden Städte sich über die bestehenden Maßnahmen der Behindertenhilfe aus. In diesem Zuge wurden die Gemeinnützigen Werkstätten besucht.

    Die erste Station des Besuchs war das Café Kurswechsel. Zentral, gegenüber des ZOBs Oldenburg gelegen, bietet das Café Menschen mit Beeinträchtigungen Arbeitsplätze, die nah am ersten Arbeitsmarkt liegen und das in der Mitte der Gesellschaft.
    Besonders spannend war für die Besucher das dort eingesetzte Symbolsystem, das von der Angebotskarte bis hin zur Kasse konsequent eingebunden ist. Menschen die nicht gut lesen, die deutsche Sprache nicht verstehen oder sich nicht hinreichend verbal äußern können, finden hier eine Möglichkeit sich auch ohne Worte zu verständigen. Dies gilt hier nicht nur für die Besucher des Cafés. Auch die Beschäftigten setzen das Symbolsystem ein um unabhängig arbeiten zu können. Symbole, die auf dem Bestellblock zu sehen sind, tauchen auf der Kasse wieder auf. 
    Im weiteren Verlauf des Tages wurde der Werkstattstandort Rennplatzstraße besucht. Die Gäste hatten hier die Möglichkeit mehrere Montagegruppen, sowie die Metallverarbeitung zu besichtigen. Hier gab es immer wieder die Möglichkeit sich auszutauschen und Themen zu diskutieren.
    Abschließend lässt sich sagen, dass es ein, von allen Seiten betrachtet, wichtiger und beeindruckender Besuch war. Länderübergreifender Austausch ist und bleibt wichtig für die Verständigung und die gemeinsame Arbeit. Sie legt den Grundstein um in der Behindertenhilfe Standards zu setzen und umzusetzen. 

    - 24.09.2019

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