Gemeinnützige Werkstätten Oldenburg e.V.

  • Lernen bei spanischem Fasching und Paella-Party

    Europäische Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigung arbeiten an gemeinsamem Projekt für Arbeitsplätze auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt



    Bild: GWO
    Bildunterschrift: Gruppenfoto aller Teilnehmenden des evi-Projektes

    Aufregung am Flughafen. Für die Meisten ist es der erste Flug. Reiseziel für die Beschäftigten der Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigung aus Deutschland und den Niederlanden ist Ariany auf Mallorca. Dieses ungewöhnliche Reiseziel dient als Startschuss des ersten Austauschtreffens aller Teilnehmenden des Erasmus+-geförderten Projektes evi - „european vocational inclusion“ – zu Deutsch: europäische berufliche Inklusion.

    Die Gruppe, bestehend aus Beschäftigten und Fachkräften der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V., der Baumhaus Werkstatt gGmbH, s´Heeren Loo aus Groningen und Mater Misericordiae aus Mallorca, erarbeitet in gemeinsamen Treffen Möglichkeiten zur Teilhabe auf dem ersten Arbeitsmarkt für Menschen mit geistigen Beeinträchtigung - und das europaweit.

    Konkret erarbeiten pädagogische Fachkräfte einen Rahmenplan für eine vergleichbare Ausbildung im Bereich der Gastronomie und Service. Dieser wird dann von den Teilnehmenden mit Beeinträchtigung in der Praxis erprobt. 

    Oft müssen nur kleine Stellschrauben gedreht werden, um Menschen mit Beeinträchtigung die Möglichkeit zu geben, Teilhabe am Arbeitsleben zu erfahren. So gehörten zu den ersten Lerneinheiten, die auf Mallorca erprobt werden, die Persönliche Hygiene und die Speisenzubereitung - Grundvoraussetzungen für die Arbeit in der Gastronomie.

    Nach dem gemeinsamen Erleben des spanischen Faschings ist dann auch die erste Aufregung verflogen. Selbst die Sprachbarrieren stellen kein Hindernis dar, den ersten Erfolg gemeinsam zu feiern und zusammen eine typisch spanische Paella zu kochen.

    Das erste Treffen auf Mallorca bietet einen Ausblick in Richtung Inklusion, in dem europaweit erstmals Standards für die berufliche Bildung geschaffen werden sollen, um Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung die Möglichkeit zu geben, ihre Fähigkeiten auch auf dem ersten Arbeitsmarkt zu zeigen.

    - 07.04.2020

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