Gemeinnützige Werkstätten Oldenburg e.V.

  • Von der Objektbetreuung zur Teilhabe

    Die GSG Oldenburg und die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. gründen ein Inklusionsunternehmen im Bereich Gebäudemanagement/Objektbetreuung

    Das Gras steht hoch, die Elektroinstallation liegt brach und die Wand müsste auch dringend gestrichen werden. Nur einige der Aufgaben, die Immobilieneigentümer nur zu gut kennen. Mieter hingegen müssen diese Aufgaben meist nicht erledigen. Vorwiegend arbeiten Vermieter mit Firmen zusammen, die alle Aufgaben im Rahmen der Objektbetreuung übernehmen.

    Aber was ist, wenn die Auftragslage zu groß ist und diese Firmen kaum hinterherkommen?

    Mit dieser Frage haben sich die GSG Oldenburg und die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. beschäftigt und dabei noch einen weiteren Mehrwert geschaffen.
    Die beiden Partner haben beschlossen gemeinsam ein Inklusionsunternehmen zu gründen, das nicht nur die Lücke im Bereich des Gebäudemanagements und der Objektbetreuung schließt, sondern Menschen mit Beeinträchtigung eine Chance bietet auf dem ersten Arbeitsmarkt zu arbeiten.


    Geschäftsführer der GSG Stefan Könner, Aufsichtsratsvorsitzender Jürgen Krogmann, Vorstand der GWO Gerhard Wessels und Aufsichtsratsvorsitzender der GWO Helmut Hinrichs

    Die beiden Partner haben beschlossen gemeinsam ein Inklusionsunternehmen zu gründen, das nicht nur die Lücke im Bereich des Gebäudemanagements und der Objektbetreuung schließt, sondern Menschen mit Beeinträchtigung eine Chance bietet auf dem ersten Arbeitsmarkt zu arbeiten.

    Zunächst sind zehn Mitarbeiter (jeweils fünf mit und ohne Beeinträchtigung) geplant, die sich auf die Bereiche Hausmeisterdienste, Gebäudeinstandhaltung und Gartenpflege konzentrieren. Perspektiv gesehen, sollen es einmal 20 oder vielleicht sogar bis zu 50 Mitarbeiter werden. „Das Unternehmen schafft geeignete, sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für Menschen mit Beeinträchtigungen. Übergänge auf den ersten Arbeitsmarkt aus unseren verschieden Arbeits- und Ausbildungsbereichen sind so noch besser möglich.“, betont Gerhard Wessels (Vorstand der GWO).

    Die Planungen für dieses Inklusionsunternehmen sind von der Aktion Mensch gefördert worden. Auch für den weiteren Aufbau sollen Mittel der Soziallotterie beantragt werden.

    Die gemeinnützige Gesellschaft soll noch in diesem Jahr gegründet werden. Zeitnah soll dann mit dem Bau auf einem ca. 2.700 Quadratmeter großem Grundstück an der August-Wilhelm-Kühnholz-Straße begonnen werden, einem Nachbargrundstück zu der gerade eröffneten Betriebstätte der GWO für den Berufsbildungsbereich. „Dabei war die Vergabe eines Gewerbegrundstückes an ein Inklusionsunternehmen keine selbstverständliche Entscheidung“, so Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Aber auf dem Weg zur inklusiven Stadt ist die Teilhabe am ersten Arbeitsmarkt ein wichtiges Ziel.“

    - 30.06.2020

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